Die 10. BuchSaiten Blogparade

Guten Abend ihr Lieben.

Natürlich ist dies nicht das zehnte Mal, dass ich an dieser Blogparade teilnehme – zum einen, weil es den Blog noch nicht so lange gibt und zum zweiten, weil ich gerade erst auf sie aufmerksam geworden bin – aber ich fand die Idee gerade so schön und freue mich so sehr darauf neue Blogs kennenzulernen, dass ich kurzerhand auch noch auf den letzten Drücker mitmachen musste.

Liebe zu Büchern haben wir hier sicher alle und auch wenn Ira und ich euch schon unsere Tops und Flops des Jahres gezeigt haben, wollte ich noch einmal besonders auf die Fragen dieser Blogparade eingehen. Also legen wir los:

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat?

Ich glaube in diesem Fall muss ich schon zum ersten Mal von meiner Top-Liste abweichen. Denn natürlich waren die fünf Bücher, die ich euch dort gezeigt habe, alle super, aber ich wäre auch enttäuscht gewesen, wenn dies nicht der Fall gewesen wäre. Entsprechend gab es Bücher, von denen ich nichts erwartete habe und die mich dann aber total getroffen haben.

Zu diesen gehört wohl auch Holly Bournes erster Teil der Spinster Girls Reihe. Was ist schon normal war ein wundervoller Roman über Feminismus, Angststörungen und den Umgang mit psychischen Krankheiten. Dabei war die ganze Geschichte dennoch erfrischend und trotzdem sehr speziell erzählt. Ich hatte vor allem keine großen Erwartungen, weil das Buch auf so vielen Blogs gehyped wurde und ich mich mit solchem lesestoff immer etwas schwer tue, aber dieses Buch hat all den Ruhm zu Recht bekommen und mich somit wirklich überrascht.

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat?

An dieser Stelle bleibe ich doch bei den Büchern, die ich bereits in meinen Flops aufgezählt habe. Am Schlimmsten war bei diesen wohl der zweite Teil von Daniel Coles Ermittlerreihe. Ich habe den Autor erst in diesem Jahr überhaupt gefunden, nachdem mich eine Freundin und Kollegin in der Berufsschule darauf aufmerksam gemacht hat. Ragdoll war ein herausragendes Buch. Es hatte Spannung und einen sehr feinen Schreibstil mit dem richtigen gespür für zwischenmenschliche Beziehungen.

Entsprechend habe ich mich natürlich auf Hangman gefreut, aber leider fand ich die Geschichte im zweiten Teil sehr langatmig und das Ende einfach furchtbar vorhersehbar, zumindest was die Rückkehr eines speziellen Charakters angeht. Noch dazu endete es dann auch noch mit einem schrecklichen Cliffhanger. Das hat mir wirklich etwas wehgetan beim Lesen.

Welches war eure persönliche Autoren-Neuentdeckung in diesem Jahr und warum?

Hier sind wir wieder ganz bei den Topbüchern, die ich euch schon aufgelistet hatte. Für mich war eine der Neuentdeckungen – und ich weiß, dass ich damit spät dran bin – Mechtild Borrmann. Ich habe bisher nur Grenzgänger von ihr gelesen, aber dieses Buch hat mich wirklich über die Seiten hinaus beschäftigt und nachdenklich gestimmt. Die Autorin schreibt einfach auf eine sehr faszinierende Art und Weise. Es wirkt fast unnahbar und tortzdem ist man mitten in der Geschichte und fühlt sich den Protagonisten sehr verbunden.Diese Balance zwischen Distanz und Nähe finde ich herausragend und deshalb werde ich auf jeden Fall auch einige ihrer anderen Bücher lesen. Zwei stehen in meinem Regal und sollen in diesem Jahr vom SuB weichen. Ich freue mich schon sehr darauf wieder mit der Autorin in die Vergangenheit abzutauchen.

Welches war euer Lieblings-Cover in diesem Jahr und warum?

Kein Roman, aber doch ein sehr berührendes Buch, das nicht nur ein wunderschönes Cover hat, sondern auch großartig gestaltete Seiten. Meera Lee Patel hat in ihrem Buch Meine Freundin Angst über ihre Angststörung geschrieben und darüber, wie sie selbst mit ihrer Angst umgeht. Ich bin sonst kein sonderlicher Freund von Lebensratgebern, aber dieser war so schön gestaltet, dass ich ihn mir mal genauer angucken musste.

Die Autorin hat damals damit begonnen mit Aquarellfarbe zu malen, um etwas zu haben, das sie ihrer Angst entgegen setzen konnte. Deshalb sind auch alle Seiten mit ihren eigenen Bildern gestaltet und das Cover verspricht entsprechend nicht nur einen Ratgeber zum Thema Angst, sondern auch farbenfrohe und wunderschöne Seiten.

Welches Buch wollt ihr unbedingt 2019 lesen und warum?

Ganz oben auf dieser Liste steht auf jeden Fall Das Volk der Bäume. Hanya Yanagihara ist eine herausragende Schriftstellerin und ich bin mir sicher, dass sie auch mit dem neuen Roman ein wahrlich literarisches Werk geschaffen hat. Ich habe schon gut hundert Seiten gelesen und sprachlich ist es wirklich ausgezeichnet. Die Thematik ist ebenso schokierend, wie auch in Ein wenig Leben, im Augenblick war sie aber für mich ein bisschen zu unappetietlich, gerade in der Weihnachtszeit. Ich werde dieses Buch aber zeitnah lesen und dann auch erzählen, wie ich es fand, wenn es endlich veröffentlich ist.

Ansonsten bin ich einfach sehr gespannt was das Jahr an Neuerscheinungen zu bieten haben wird und werde ansonsten mal versuchen ein paar Leichen von meinem SuB zu verscheuchen.

Habt auch ihr neue Autoren in diesem Jahr gefunden, die euch überzeugen konnten oder seid ihr gar bitter enttäuscht worden, von etwas, auf das ihr euch gefreut habt? Ich bin schon sehr gespannt auf eure Antworten.

Meggie

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