Gemeinsam Lesen – Du wolltest es doch

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Einen wunderschönen Dienstag.

Endlich, endlich, endlich, geht es meinem Auge etwas besser und ich schaffe es wieder mehrere Seiten am Stück zu lesen. Allerdings höre ich immer noch viel mehr Hörbücher, weil ich dabei auch den Haushalt machen kann oder mich um andere Dinge kümmern kann. Trotzdem habe ich etwas geschafft. Und da gerade eben ein Päckchen von Droemer Knaur bei mir eingetrudelt ist, muss ich ohnehin ganz schnell mein aktuelles Buch durchlesen, denn jetzt wartet Das Gold der Krähen ganz dringend darauf gelesen zu werden. Aber erstmal zeige ich euch, wo meine Nase im Augenblick noch drinnen steckt:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Tja, leider komme ich in Legendary von Stephanie Garber so gar nicht weiter. Ich kann mich irgendwie nicht auf englischen Text konzentrieren, vor allem nicht abends, wenn ich mein Auge abgeklebt habe und nur verschwommen sehen kann. Immerhin habe ich es inzwischen auf Seite 167 von 451 geschafft.

 

Auf dem Tolino bewege ich mich aber sehr schnell vorwärts und bin schon auf Seite 191 von 232 in Du wolltest es doch von Louise O’Neill.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Legendary:
It would have been more convincing if she’d pulled her hand away.

Du wolltest es doch:
Ich warte auf das Schnarchen, bevor ich mich zu ihr umdrehe.

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Legendary:
Da ich noch nicht wirklich weiter bin, kann ich euch eigentlich nichts Neues dazu erzählen. Es liegt definitv nicht am Buch, dass ich nicht weiter komme, sondern einfach an meiner Aufmerksamkeitsspanne, die sich im Moment irgendwo zwischen Toast und meiner Katze bewegt – die ist wirklich schnell abzulenken 😀

Du wolltest es doch:
Bei diesem Buch bin ich mir noch nicht ganz sicher. Es ist ein sehr ernstes Thema und eigentlich mag ich solche Bücher wirklich gerne. Ich finde auch, dass es sehr realistisch umgesetzt und beschrieben ist, aber irgendwie kann ich mich einfach mit Emma nicht identifizieren. Das fällt mir sonst nicht so schwer, auch wenn ich selbst natürlich nicht das gleiche durchgemacht habe, aber sie wurde mir im ersten Teil so unympathisch gemacht, dass es mir nun wirklich schwer fällt mich mit ihr zu identifizieren. Natürlich ist deshalb nicht richtig, wie mit ihr un der ganzen Sache umgegangen wird.

Auch der Schreibstil ist für mich ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Mir gefallen die ganzen Gedanken von Emmy in Klammern nicht. Das finde ich anstrengend und man hätte es sicher irgendwie anders lösen können. Für mich stört das den Lesefluss und macht es schwer wirklich fließend durch das Buch zu lesen. Trotzdem finde ich die Geschichte so wichtig, dass ich es natürlich zu Ende lesen werde.

4. Welche drei Bücher würdest du immer und immer wieder empfehlen und warum genau diese drei?

  1. Die Lügen des Locke Lamora von Scott Lynch
  2. Die letzten Tage von Rabbit Hayes von Anna McPartlin
  3. Der Schatten des Windes von Carlos Ruiz Zafon

Diese drei Bücher kommen aus ganz unterschiedlichen Bereichen und haben vollkommen verschiedene Theman. Ich könnte hunderte Bücher aufzählen, aber diese habe ich genau deshalb ausgewählt, weil sie so unterschiedlich sind.

Zu Locke kann ich nur sagen, dass ich die Charaktere wirklich liebe. Die Geschichte ist so wundervoll erzählt und es macht Spaß sie zu lesen. Außerdem ist das Buch spannend von der ersten bis zu letzten Seite. Es ist ein Fantasyroman, aber da es gar nicht so sehr um Magie geht, ist es wirklich ein Buch, das ich jedem nur wärmstens ans Herz legen kann. Ihr werdet Locke alle lieben, vertraut mir ❤

Rabbit Hayes ist ein unglaublich trauriges Buch. Es geht so in Richtung von Jojo Moyes und ihren Romanen und die Geschichte hat mich unglaublich berührt. Rabbit Hayes hat Krebs und die Geschichte beginnt damit, dass sie ins Hospiz kommt. Ein Ort, von dem man lebend nicht mehr zurück kommt. Das Buch ist abwechselnd aus der Perspektive ihrer Mutter, ihrer Tochter, ihres Bruders und aus ihrer eigenen erzählt, wobei sie sich immer wieder an die Vergangenheit erinnert und an den Vater ihrer Tochter. Es ist unglaublich traurig, hatte für mich aber auch irgendwie eine reinigende Wirkung. Wer also einen Roman aus dem Bereich Frauenunterhaltung lesen mag, aber trotzdem auch Tiefgang haben möchte, der sollte dieses Buch unbedingt lesen.

Zuletzt wäre da noch Der Schatten des Windes. Die Art und Weise wie Zafon Barcelona beschreibt ist unglaublich. Man fühlt sich, als würde man durch die Straßen der Stadt laufen und dazu liefert er ein Buch voller Magie und Spannung, das mich nachhaltig beeindruckt hat und auch heute immer noch in mir nachwirkt. Ich glaube ich habe nie wieder einen so guten Roman gelesen, der einfach von allem die richtige Protion hatte. Es gibt eine Liebesgeschichte, es gibt Spannung und Unterhaltung und trotzdem wirkt das Buch sprachlich herausragend. Einfach ein Gesamtkunstwerk.

Ich hoffe das erklärt euch etwas, wieso ich diese drei Bücher gewählt habe, über die ich gar nicht lang nachdenken musste. Die Liste könnte ich endlos fortführen, aber diese drei sind schon irgendwie etwas Besonderes.

Welche drei Bücher würdet ihr am liebsten jedem zu lesen geben?

Einen schönen Tag euch allen noch,

Meggie

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6 Gedanken zu “Gemeinsam Lesen – Du wolltest es doch

  1. Hey Meggie,

    Eines deiner EMpfehlungen habe ich sogar gelesen, allerdings im Original auf spanisch. Vieleicht kann er mich deswegen nicht so sehr begeistern wie dich, weil mein Spanisch nicht so gut ist, um die volle Bandbreite zu erfassen, aber die Geschichten haben auf jeden Fall etwas für sich, sind interessant gestaltet und atmosphärisch. Am besten hat mir Marina von ihm gefallen.
    „Du wolltest es doch“ ist ja gerade in aller Munde und es gibt unterschiedliche Meinungen zum Buch. Ich habe mal in die Leseprobe gelesen, aber für mich ist es einfach nichts, auch wenn das Thema wichtig ist. Dein anderes Buch kenn ich nicht.
    Ich wünsche dir gute Besserung für dein Auge und dennoch viel Spaß beim Lesen.

    LG, Moni

    Gefällt 1 Person

    • Hey Moni,
      ich finde ja immer, dass jeder einen unterschiedlichen Geschmack hat und wenn es dir nicht so gut gefallen hat, dann kann ich das respektieren xD Scheinbar ist es ja nicht so, dass du den Autor an sich nicht magst :3

      Nur weil ein Thema wichtig ist, muss man das Buch ja auch nicht unbedingt lesen. Das werde ich auch in meiner Rezension noch einmal deutlich machen, weil ich das Thema und das Buch wichtig finde, es aber einfach irgendwie nicht meins war.
      Danke für die Wünsche ❤

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  2. Hey Meggie 🙂

    Deine aktuellen Bücher kenne ich beide vom sehen her. „Du wolltest es doch“ sieht man ja aktuell gefühlt überall. Ich finde es wichtig, dass über so ein Thema geschrieben wird, aber lesen werde ich das Buch wahrscheinlich trotzdem nicht.
    Ich wünsche dir mit beiden Büchern noch schöne Lesestunden 🙂

    Mein Beitrag

    Liebe Grüße und einen schönen Mittwoch 😀
    Andrea

    Gefällt 1 Person

  3. Hallo Meggie ♥
    Schön, dass es dir langsam besser geht. Wünsche weiter das es auch so bleibt. ♥

    ‚Du wolltest es doch‘ habe ich auch schon seit einiger Zeit auf meiner Wunschliste, aber nach deinen Ausführungen bin ich nicht mehr so sicher, ob es dort auch bleiben soll. Das überlege ich mir noch mal.
    Deine Empfehlungen kenne ich alle vom Hören-Sagen. ‚Locke‘ werde ich mal auf den Wunschzettel schreiben, denn da hast du mich jetzt neugierig gemacht. ‚Rabbit Hayes‘ habe ich im Regal stehen und möchte es eigentlich unbedingt lesen, aber da mich das Thema stark betrifft, habe ich ein wenig Angst vor dem Trigger-Effekt den es haben könnte.
    ‚Die Schatten des Windes‘ habe ich vor einigen Wochen mal angelesen, aber ich kam – zu meiner Schande – so gar nicht in die Geschichte rein. Vielleicht muss ich dem Buch und mir noch etwas Zeit geben.

    Wünsche dir einen schönen Tag.
    LG Jacky ♥
    Mein Beitrag

    Gefällt 1 Person

    • Hey Jacky,
      Danke für die lieben Wünsche ❤

      Mir hat das Buch am Ende leider auch nicht so gut gefallen, auch wenne s natürlich ein wichtiges Thema ist.
      Ich bin bei Rabbit Hayes auch erst skeptisch gewesen, aber mir hat es wirklich gut getan. Das mit der reinigenden Wirkung war wirklich etwas, das sich auch auf mein Leben und meine Situation bezogen hat. Ich war selbst quasi in der Situation von Rabbits Tochter, auch wenn ich etwas älter war zu dem Zeitpunkt, als sie. Mir hat es unglaublich geholfen das Buch zu lesen, aber da reagiert ja jeder anders und ich weiß von einer Kollegin, dass sie das Buch niemals lesen könnte, weil sie selbst eine Tochter hat und dann immer daran denken müsste, wenn sie eben in Rabbits Lage wäre.

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