Amy Bloom – Meine Zeit mit Eleanor

Sie setzte sich wieder aufs Bett und nahm meine Hand, hielt den Blick nach vorn gerichtet.
„Aber du siehst mich. Du siehst mich ganz, und ich glaube nicht, dass dir alles gefällt, was du siehst. Ich wünsche es mir, aber ich bezweifle es. Du siehst mich. Die ganze Person. Nicht nur dein Spiegelbild in meinen Augen. Nicht nur den Menschen, der dich liebt. Sondern mich.“

Vielen Dank an den Atlantik Verlag und NetGalley für dieses Rezensionsexemplar!

 

Über das Buch

Atlantik | 372 Seiten | Erschienen: 2019 | Original Titel: White Houses
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Als die Journalistin Lorena Hickok das erste Mal auf Eleanor Roosevelt trifft, ist deren Mann Franklin gerade auf dem Weg Präsident der Vereinigten Staaten zu werden. Hicks Aufgabe: für ihre Zeitung über die First Lady berichten, über die netten wie auch über die pikanten Details ihres Lebens und Alltags. Doch Hick ist so fasziniert von Eleanor, dass sie nicht nur den Interessenkonflikt mit ihrer Arbeit zugunsten der First Lady entscheidet, sondern schon bald auch als ihre Geliebte mit ins Weiße Haus einzieht. Was wie ein kleines Märchen klingt ist aber alles andere als das. Heimlichkeit, Eleanors voller Terminkalender, ihre Kinder… die Liste der Steine, die ihnen in den Weg gelegt werden, ist endlos. Und doch bleibt diese Verbindung zwischen Eleanor und Lorena bis zum Schluss etwas ganz Besonderes…
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Sibylle Berg – GRM

Stattdessen huschten die Einwohner über die nassen Straßen, die eingezäunten Plätze in ihre eingezäunten Wohnblocks. Patuk versuchte, dieses Huschen zu analysieren. Es hatte mit einem gesenkten Blick, hastigen Bewegungen und dem Wunsch nach Ohnmacht und Tod zu tun. Die wollten alle nicht da sein. Und konnten nicht einmal eine Fantasie entwickeln, wo sie stattdessen stattfinden wollten.



Über das Buch

Kiepenheuer & Witsch | 640 Seiten | Erschienen: 2019 | Original Titel: GRM
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Don, Hannah, Peter und Karen. Vier Kinder einer Generation, für die es keine Hoffnung gibt. Gestraft mit Eltern, die sich bestenfalls nicht für sie interessieren und im schlechtesten Fall tot sind, wachsen sie in einer trostlosen Stadt mit trostlosen Leuten und trostlosen Zukunftsaussichten auf. Sie erleben nicht nur Vernachlässigung, sondern auch unvorstellbare Gewalt. Ihr einziger Lichtblick: die jeweils anderen drei Außenseiter, mit denen sie eigentlich nichts verbindet außer ihrer ausweglosen Situation. Ausweglos? Vielleicht nicht ganz. London ist ein Lichtstreif am Horizont. Hier winkt das Versprechen einer besseren Zukunft, denn jeder, der sich von der Regierung einen Chip einsetzen lässt, bekommt ein freies Grundeinkommen! Jeder kann durch gemeinschaftlich erwünschtes Verhalten Punkte sammeln, um es aufzustocken, oder durch unerwünschtes Verhalten wieder verlieren. Don, Hannah, Karen und Peter wollen kein Teil dieser Maschinerie werden und versuchen sich außerhalb der Überwachungsdiktatur durch zu schlagen – ihre ganz eigene Art von Rebellion.
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Rita Kohlmaier – Ich habe etwas zu sagen

Verbreiten Sie die Botschaft, wie jung unsere Rechte sind, wie hart sie erkämpft wurden und dass wir weiterkämpfen müssen, um auch laut, raumeinnehmend, mächtig und stark sein zu dürfen. Und: erheben Sie Ihre Stimme. Wann immer Sie können und möchten.




Über das Buch

Elisabeth Sandmann Verlag | 135 Seiten | Erschienen: 2018 |
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Starke Frauen spalten oftmals die Gemüter. Die einen werden verehrt für ihre Wohltätigkeit, andere bewundert für die fürchterlichen Schicksale, die sie erdulden mussten und überlebt haben. Wieder andere werden einfach nur als unbequem empfunden, weil sie Missstände ansprechen und sich nicht zum Schweigen bringen lassen. Sie kommen aus unterschiedlichsten Bereichen und Lebenswelten, sind Politikerinnen, Schülerinnen, Models, Schauspielerinnen, aber auch ganz einfache Frauen, die lange Zeit nicht einmal wussten, dass sie eine Stimme haben. Sie alle haben eines gemeinsam: sie wollen gehört werden. Und sie wollen etwas verändern
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Mechtild Borrmann – Trümmerkind

Manchmal steht sie […] am Fenster […] und denkt darüber nach, wie sich die Dinge wiederholen oder, genauer, wie sie aneinander anknüpfen. So als trägt man ein Bündel von Lebensfäden in der Hand, von denen man den einen oder anderen verliert und dann wieder aufnimmt. Aufnehmen muss, weil der Faden nicht zu Ende ist, sondern nur in einem Augenblick der Unachtsamkeit aus der Hand gerutscht ist.



Über das Buch

Droemer | 304 Seiten | Erschienen: 2016 | Original Titel: Trümmerkind

 

Der kleine Hanno Dietz schlägt sich mit seiner Mutter im Hamburg der Nachkriegsjahre durch. Steine klopfen, Altmetall suchen, Schwarzhandel – das ist sein Alltag. Eines Tages entdeckt er in den Trümmern eine Tote – und etwas abseits einen etwa dreijährigen Jungen, der erstaunlich gut gekleidet ist. Das Kind spricht kein Wort, Verwandte sind nicht auffindbar. Und so wächst das Findelkind bei den Dietzens auf.

Jahre später versucht Anna Meerbaum herauszufinden was damals nach dem Krieg mit dem Eigentum ihrer Familie geschehen ist. Nur durch eine zufällige Recherche kommt sie dabei einem Familiengeheimnis auf die Spur, das das Leben vieler Menschen verändern könnte, doch vor allem wird es endlich erklären wieso ihre Mutter Clara niemals über die Schrecken nach dem Krieg gesprochen hat.

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Gemeinsam Lesen – Meine Zeit mit Eleanor

Guten Morgen!

Im Moment habe ich so einen leichten Sommerdurchhänger. Es war einfach viel zu warm, um neben Arbeit und schlafen noch viel anderes zu tun. Aber jetzt scheinen wir die Sommerhitze ja erst mal überwunden zu haben, also guter Dinge frisch ans Werk 🙂

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich habe mir „Meine Zeit mit Eleanor“ von Amy Bloom geschnappt und befinde mich auf eBook-Seite 66.

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Christopher Isherwood – A single man

Aber jetzt ist nicht bloß jetzt. Jetzt ist auch ein ganzer Tag später als gestern, ein Jahr später als letztes Jahr. Jedes Jetzt ist mit seinem Datum versehen, das alle vergangenen Jetzt-Momente gegenstandslos macht, bis später oder früher, vielleicht, nein, nicht vielleicht, ganz gewiss: das Ende kommt.



Über das Buch

Hoffmann und Campe | 158 Seiten | Erschienen: 2014 | Original Titel: A single man
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Es ist ein Tag, der wie viele andere für George beginnt, seit Jim tot ist. Er steht auf, macht sich fertig, frühstückt und fährt zur Uni, wo er als Literaturprofessor lehrt. Hier ist er ein ganz anderer Mensch als der, der übel gelaunt und zynisch aufgestanden ist, der versucht sich mit genau diesem Zynismus den Schmerz des Verlustes seines Partners und die Isolation durch seine sexuelle Orientierung vom Leib zu halten. Hier setzt er die Maske des Professors auf, für seine Studenten und seine Kollegen, die kaum Einblick in den richtigen George haben. Das hat keiner – bis er spät abends in einer Hafenbar auf Kenny trifft, einen seiner Studenten. Zwischen den beiden entspinnt sich nicht nur eine ungewöhnlich offene Unterhaltung, sondern auch ein Abend, wie er seines gleichen sucht.
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Gemeinsam Lesen – Liebes Kind

Guten Morgen!

Diese Woche teile ich ein Buch mit euch, wegen dem ich letzte Nacht fast nicht geschlafen hätte. Ihr kennt das doch. Man bewegt sich langsam, aber sicher aufs Finale zu und denkt sich: na gut. Eine halbe Stunde geht noch. Plötzlich hat man anderthalb Stunden gelesen und stellt mit Erschrecken fest, dass das dem Wecker für die Arbeit am nächsten Morgen total egal sein wird. Ich musste kurz vor knapp aufhören! Aber das hole ich jetzt gleich auf dem Arbeitsweg nach 😀

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Das Buch, das mich gestern Nacht noch so gepackt hat, ist „Liebes Kind“ von Romy Hausmann und befinde mich auf Seite 414, also wirklich fast durch.

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